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Pornografie - wie wirkt sie? Versuch einer Annäherunng.

Ein Artikel von Sehpferd (c) 2008 by sehpferd

ielleicht kennen Sie den alten Spruch: Es kommt nicht drauf an, was du tust – es kommt darauf an, wie du es tust. Für die erotischen Bücher, Fotos und Filme gilt das Gleiche. Eigentlich ist Pornografie in der Unterhaltungsbranche ein Genre wie jedes andere – aber es hat eben, wie der Schwabe sagt, ein „Geschmäckle“ – es ist einfach zu anrüchig, um darüber zu reden. Versuchen wir es trotzdem. Was Sie hier lesen, wird sie hoffentlich ernüchtern.

Pornografische Medien – wie wirken sie?

Pornografie in den Medien wirkt zunächst nicht anders als Erotik: Man möchte als Zuschauer in eine der Rollen schlüpfen. Indessen leitet Pornografie sehr direkt und unmittelbar zur sexuellen Handlung, während Erotik die Gefühle der Person mehr oder weniger genau nachzuvollziehen versucht. Beide Genres, also erotische wie pornografische Medien, gehören aber einer Welt der Träume an – sie dürfen keinesfalls als „Realvorbilder“ genommen werden.

Erste Näherung: Fantasie ist und bleibt Fantasie

Man muss kein Psychologe sein, um festzustellen, dass man immer das lesen und sehen will, was man entweder jetzt nicht hat oder was man voraussichtlich nie haben wird, weil es besser im Bereich der Fantasien oder Utopien bleibt. Pornografie befriedigt – wie andere Genres, beispielsweise Heimat- und Romantikfilme bestimmte Sehnsüchte oder heftige Fantasien (ähnlich den Kriminal-, Abenteuer- Spionage- und Horrorfilmen). So gesehen richten sie keinen Schaden an – sie sind, rundheraus gesagt, Sexmärchen für Erwachsene. Daraus resultiert auch, warum sie so „heftig“ sind. Kaum ein Mann ist so omnipotent wie der „Steher“ im Pornofilm, kaum eine Frau so dauerhaft geil. Nirgendwo können Männer ihren schwulen und unterwürfigen Anteile besser unterbringen als in Filmen mit „Schwanzweibern“, Strap-On-Szenen, Feminisierung oder Dominierungen, die zu Haufe von Männern konsumiert werden – und letztlich ist es nirgendwo so gefahrlos, die Rolle der Helden anzunehmen.

Zweite Näherung: Alles ist irgendwie falsch

Kein Mensch würde glauben, dass die Heldinnen und Helden sogenannter Liebesschnulzen im wirklichen Leben so schön, so edel oder so verschlagen sind wie im Film. Dies gilt auch für die Pornografie – hier wird nicht das Leben gefilmt, sondern wir sehen Sexmärchen, und selbstverständlich ist alles ein schrecklicher Sexkitsch, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Die meisten Fotoserien und Sexfilme bestehen aus schönen, immer ausgeruhten, nie schweißtriefenden Paaren, die selbst dann noch perfekt geschminkt sind wenn es soeben 12 Rohrstockhiebe auf den Hintern unter einem verknebelten Mund gegeben hat – da fließt werde Schweiß noch Speichel noch verschmiert das Lippenrot oder der Lidschatten. Die Schauspielerinnen sind fast immer vollbusige, halb ausgezogene, frisch rasierte und gezupfte Damen, die nichts anderes wollen als Sex zu haben – und die Männer sind stets geile, schöne Muskelkerle, die immer einen steifen Penis haben und diesen ruhelos in alles hineinschieben, was die Frau ihnen bietet.

Alles ist irgendwo falsch – das Leben ist dies nicht. Wenn sich junge Leute (oder auch Paare) so etwas zum Vorbild nehmen, ist es falsch: Richtige Menschen unter normalen Bedingungen leben, lieben und leiden anders.

Zumeist wäre schon viel gewonnen, wenn jeder Zuschauer eines Pornofilms dies akzeptieren würde.


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Seite zuletzt geändert am 10.07.2008 um 18:26