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Die Animierdame

Von der Lust, dem Nepp und dem Provinzonkel

Ein Artikel von Sehpferd - © 2008 by sehpferd

eute strahlt der Animateur auf der Bühne des Urlaubstheaters, aber das Animieren hat seinen Ursprung im Rotlichtdistrikt: Kleine, schäbige Bars, in denen sich im roten Schummerlicht ein paar grell geschminkte Damen mittleren Alters langweilen. Die Damen mögen mittlerweile jünger sein, die Bars vielleicht nicht mehr so plüschig wie zuvor, das Prinzip aber ist stets das Gleiche.
Die meist aus üppigen Dekolletés hervorragenden, großzügig dargebotenen Busen dienen als lockendes Aushängeschild für Herren aus der Provinz, die sich neben einer schlüpfrigen Unterhaltung noch etwas mehr erhoffen. Freilich muss der Herr dafür zunächst einmal eine Flasche "Schampus" spendieren - die Flasche der Hausmarke meist ab 150 Euro, Champagner deutlich teurer. Und damit es nicht bei einer Flasche bleibt, verspricht die Dame immer mehr, denn je mehr der Gast säuft, umso besser für die Dame: Der Anteil der Animierfrau beträgt zwischen dreißig und fünfzig Prozent.

Die klassische Animierfrau (im Jargon der Animierbars auch "Tischdame" genannt) lässt zwar zu, dass ihr der Herr "an die Wäsche geht", aber sie verweigert den Geschlechtsverkehr konsequent. Der Provinzgast, der dies nicht weiß oder jedenfalls nicht wahr haben will, bestellt also immer mehr Sekt in der Erwartung, dass am Ende seine Lust körperlich befriedigt würde. Die Dame hingegen verschwindet kurz bevor "man gemeinsam gehen" wird, auf die Toilette - um nicht wieder zu kommen.

In den heutigen Strip- und Oben-ohne-Bars kann man sich der Rollen nicht mehr ganz sicher sein. In vielen Bars animieren die Tänzerinnen, wenn sie nicht gerade auf der Bühne stehen, und auch die Unterschiede zwischen "Tischdamen" und "Damen des Gewerbes" verschwindet mehr und mehr.

Ein Problem aller Tischdamen ist, tatsächlich trinken zu müssen. Zwar schaffen es die meisten Damen, den Herrn beim Einschenken so zu begünstigen, dass für sie selbst ein kleinerer Anteil bleibt, aber beim Konsum von fünf Flaschen und mehr ergibt sich außer einer stattlichen Geldsumme eben auch ein Alkoholkonsum, der über das gesundheitlich erträgliche Maß hinausgeht.

Bild © 1996 by Sylvia Plachy


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Seite zuletzt geändert am 10.08.2008 um 20:17