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Striptease – Schönheitstanz

Was die Kunst bedeutet und wie sie ausgeführt wird

Ein Artikel von Sehpferd - © 2008 by sehpferd

Angeboren und historisch?

Die Kunst des Schönheitstanzes ist so alt, dass selbst die Bibel davon weiß. Die Tänzerin, oft eine Sklavin oder die Angehörige einer fremden Ethnizität, tanzte vor Gästen, um ihre Schönheit zu demonstrieren – freilich nicht nackt, sondern nur weniger als üblich bekleidet, sodass man ihre Körperbewegungen deutlich sehen konnte. Ihren Körper verhüllte sie dabei immer wieder mit Schleiern, sodass die Bewegungen noch erotischer wirkten. Allerdings wird oft bestritten, dass es diese Art des Tanzes im Judentum wirklich gab oder dass zum Beispiel die biblische Salome tatsächlich einen Tanz dieser Art aufführte. Unmöglich ist es jedoch nicht – man darf nicht vergessen, dass der biblische Gott immer „Götter neben sich“ ertragen musste, und dass sich diese Tänze aus Vorgängerreligionen in die Kultur des Judentums mit eingingen. Eine „Reinwaschung“ der biblischen Texte von erotischen Komponenten ist also völlig unangebracht.

Körperlich reizen, erotisch einbinden und sinnlich verführen

Ganz generell ist jedoch unerheblich, ob Salome tatsächlich einen erotischen Schönheitstanz ausführte. So, wie heute viele Frauen die Kunst des erotischen Tanzes beherrschen, ohne es eigentlich gelernt zu haben, so konnten dies die Frauen der Vergangenheit mit Sicherheit auch schon. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Mensch schon kurz, nachdem er sich bekleidete, auch die Entkleidung zu zelebrieren lernte. Doch die kunstvolle Entkleidung besteht ja nicht nur aus dem Fallenlassen der Hüllen.

Generell gibt es viele Komponenten, die den Striptease ausmachen:

- Das eigentliche Enthüllen des Körpers bis zur Nacktheit
- Die tänzerische Präsentation des wenig bekleideten Körpers
- Das Aufreizen durch die Präsentation des Körpers durch die eigenen Hände
- Die Erzeugung von Lust durch Hüftbewegungen
- Die Choreografie, die eine Luststeigerung enthält
- Das Einbinden des Publikums in die sinnliche Darbietung
- Eine sinnliche, anregende Musik zum Tanz

Auf dem Weg zum heutiger Striptease

Der heutige Striptease ist allerdings jüngeren Datums. Etwa um die Wende von 19. zum 20. Jahrhundert entstand in Paris eine neue Kultur, bei der die Tänzerin in einem Fantasiekostüm auf die Bühne trat, um sich nach und nach vor Publikum zu entkleiden. Tänze dieser Art wurden immer beliebter und mündeten in eine ganze Periode der erotischen Tanzkunst, die bei Weitem tänzerischer und erotischer war als die heutige Striptease-Kultur. Mindestens bis zur Mitte der 1960er Jahre wurde noch zu genau abgestimmter Livemusik gestrippt, danach wurden immer mehr Musikkonserven eingesetzt. Um die Schönheit der Frauen perfekt zu präsentieren, gab es allerdings nicht nur das Mittel des Tanzes, sondern auch das der Artistik, die von Gauklerinnen und Zirkusartistinnen in die erotischen Shows eingebracht wurden.

Ganz wichtig ist die Choreografie, da der Tanz zumeist eine Geschichte erzählt. Im Laufe der Jahre hat sich hier viel gewandelt. War es früher die zarte, verschämte Frau, bei der vor allem auf den Moment gewartet wurde, in dem der BH Fallen würde, spielt die Stripperin heute oft die strake Frau, die jeden Zentimeter ihres Körpers mit Wollust vorführt. Stripperinnen benutzen gerne den Trick, das Publikum mit einzubeziehen und einen Mann auf die Bühne zu bitten, mit dem sich die restlichen Männer im Saal dann identifizieren können.

Neben dem reinen Strip einer Solo-Dame gibt es auch immer mehr lesbische Strips, Transvestiten-Strips sowie Darbietungen von Paaren, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Entwicklungen - große Bühne - kleine Bühne

Im Laufe seiner Entwicklung teilte sich der Striptease in die große Bühnenshow, die ihren Platz in Nachtcabarets und auf erotischen Veranstaltungen hatte, und eine bei Weitem kleinere Show, die in billige Amüsierlokale oder spezielle „Strip-Lokale“ einzog. Die Darbietungen auf Bühnen sind nach wie vor sehr aufwendig und bestehen zumeist in einer tänzerisch turbulenten Vorführung, bei der die Oberbekleidung schnell fällt, während mit dem Ausziehen von BHs und Höschen ein möglichst langes, lustvolles Spiel betreiben wird.

In kleinen Bars hingegen wird hauptsächlich darauf geachtet, die „letzten Hüllen“ zu präsentieren, um dann an der Stange, dem Stripper-Pool, möglichst lange spärlich bekleidet den Körper zu präsentieren – am lasziv und mal athletisch. Im unteren Bereich des Geschäfts: Sex und Prostitution inclusive In einschlägigen Bars ist heute die Grenze zwischen Stripperinnen, Tischdamen und erotischen Dienstleisterinnen fließend. Welche Dienstleistungen jeweils zu haben sind, ist aber durch juristische Probleme meist nur unmittelbar vor Ort zu erfahren – Privatvorführungen werden jedoch häufig gegen entsprechende Bezahlung gewährt.

Strip als Partyvergnügen

Außerhalb der Rotlichtbranche sind Stripvorführungen ein Feierabend- und Partyvergnügen geworden. Es hat damit den Ruch der Unsittlichkeit weitgehend verloren. Kurse für Stripperinnen werden heute auch bereits für Büroangestellte und Hausfrauen angeboten.

Männliche Stripper

Männliche Stripper sind stark im Kommen, wobei es sehr unterschiedliche Varianten gibt. Während in der Öffentlichkeit stets auf eine gewisse „Sittlichkeit“ geachtet wird, gibt es bereits Privatveranstaltungen, in denen die Stripper auch sexuelle Dienstleistungen an den Damen durchführen.


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Seite zuletzt geändert am 18.02.2010 um 14:07