
Der Markt der erotischen Zeitungsanzeigen teilt sich heute in mehrere Sparten:
Die Heiratsanzeigen, das einstige "Zugpferd"
Die Heiratsanzeige (früher Heiratsannonce) ist die älteste Form der "seriösen" Partnersuche per Inserat. Nach ersten Spuren im 17. Jahrhundert erlebte sie Ende des 19. Jahrhunderts und noch einemal in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (ab ca. 1950) ihre Blütezeiten. Sie verfiel gegen 1970 nach und nach, weil die Bekanntschaftsanzeige ihre Stelle annahm.
Die Bekanntschaftsanzeige - das Massenphänomen
Bekanntschaftsanzeigen sind eine demokratische Form, jede Art von Beziehungen mit jeder Person aufzunehmen, die sie liest und versteht. Sie überwindet Klassenschranken und sogar Landesgrenzen und ermöglicht so, auf breiter Basis nach einem Ehe- oder Liebespartner zu suchen. Beziehungen mit "Sonderwünschen" konnten ebenfalls aufgegeben werden, doch musste ihr Inhalt mit Hilfe des Anzeigencodes verschlüsselt werden. Auf diese Weise gelang es sogar Huren, Zugang zu diesen Anzeigen zu finden.
Die Kontaktanzeige - die sündige Schwester
Mal heißt die Anzeigensparte "Kontakte", mal "Begegnungen" und manchmal einfach nur "Verschiedenes". Je nach Anzeigenredaktion und Ausrichtung der Zeitung war es hier möglich, bezahlte und unbezahlte Liebe der besonderen Art anzubieten und zu suchen, solange man seine Sprache etwas zügelte. Der Übergang zwischen Bekanntschaftsanzeigen und Kontaktanzeigen war und ist jedoch oft fließend.
Eindeutige Wünsche
Wer seine Wünsche deutlich und unzensiert zum Ausdruck bringen wollte, musste auf Zeitschriften ausweichen, die es nur in speziellen Sexshops gab. Im 21. Jahrhundert sind durch das Internet auch hier neue Märkte entstanden, zum Beispiel die Sparte "Flirt & Abenteuer" des Internet-Anzeigenanbieters kijiji.de.
Ich lechze nach etwas anderem:
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