
Das Wort steht für „gewöhnlich“ im Sinne von „wie es das Volk sagt“. Man schreibt also die „Vulgärsprache“, aber auch andre Dinge, die man für „unkultiviert“ oder „unfein“ hält, dem Volke zu.
Im Bereich der Sexualität entstehen Schwierigkeiten dadurch, dass dem Bürgertum einst alles als „unfein“ galt, was mit dem Geschlechtlichen zu tun hatte, und man erfand deshalb umschreibende Begriffe „Er hat etwas mit ihr (statt „er vögelt sie““, „es betrifft ihren Intimbereich (statt ihre Geschlechtsteile)“., „Mein Gott,, er wollte sein Ding in sie tun“ (statt „Er wollte seinen Penis in ihre Scheide einführen“). Die Bürger beherrschten dabei zum großen teil nicht einmal die lateinischen und griechischen begriffe, die sie hätten verwenden können und behalfen sich deshalb mit vagen Andeutungen des Geschehens.
Ob ein Begriff wirklich „vulgär“ ist, ist schwer zu entscheiden. „Hure“ gilt heute nicht mehr als vulgär, „Butte“ aber durchaus. Das „Vögeln“ stammt aus dem höfischen Bereich, gilt aber dennoch als vulgär. Die „Fotze“ ist ganz gewöhnliches Deutsch, dennoch ziehen Frauen das eigentlich unsinnigere Wort „Möse“ vor, dass Eingang in die Literatur gefunden hat – von einer „Vagina“ redet dort kein Mensch.
Ich lechze nach etwas anderem:
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