
Tingeltangel ist der Name für ein kleines, oft zweifelhaftes Cabaret, zum Beispiel ein Nachtcabaret mit Tischdamen und Stripshows.
Der Name ist seit etwa 1860 bekannt und vermutlich aus dem Berliner Volksmund entstanden. Es handelte sich zu Anfang um kleine Cafés, in denen zweideutige Gesänge dargeboten wurden.
Möglicherweise leitet sich der Name von der einfachen Musikbegleitung her, die nicht viel mehr als "Ting" und "Tang" war. Jedenfalls spricht man im Berlin gegen 1872 von "Tingel-Tangel-Klängen". Es könnte sich auch um ein verschleierndes Wortspiel handeln: Die Damen "tingelten" (klimperten) mit ihrem Schmuck und ihren Augen, um Herren anzulocken, die dann mit ihnen "tangeln" (tändeln) sollten.
Ich lechze nach etwas anderem:
|
| ||
|
(Alle unsere Beiträge sind unter © 2008 by Gebhard Roese, Budapest) |