
Begriffe, die mit dem Wort „Sexualität“ („Geschlechtlichkeit“) in Zusammenhang stehen, haben ihre Blüte erst Ende des 19. Jahrhunderts erlebt, namentlich durch die Veröffentlichungen von Richard Freiherr von Krafft-Ebing und durch die Popularität der Psychoanalyse, wie sie von Sigmund Freud beschrieben wurde.
Zuvor sprach man von der Liebe, von Trieben und Neigungen oder umschrieb die Tätigkeiten mit Begriffen wie „Lust“ und Freude“. Man sagte auch, dass man der Venus diene oder dass Gott Eros von einem Besitz ergriffen hätte.
Praktisch alle Wörter, die man früher bildhaft benutzte, wurden zu dieser Zeit durch angeblich „wissenschaftliche“ Begriffe ersetzt, die meist alsbald wieder durch andere überschrieben wurden, bis die heutigen Begriffe entstanden.
Typisch ist die Wandlung bei Begriffen wie "Tribadie" „Sapphos Töchter“, „gleichgeschlechtlicher Frauenliebe“ zu „Urninden“, ein Begriff, der bald wieder verschwand. Heute spricht man von „Lesbierinnen“, abfällig von „Lesben“ und neutraler von „homosexuellen Frauen“.
Ein Hinweis für Sie: In diesem Lexikon finden Sie zumeist einen Hinweis auf Vorgänger oder Nachfolger des verwendeten Begriffs.
Ich lechze nach etwas anderem:
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