
Der Realitätsverlust drückt aus, dass man die eigene Situation nicht mehr mit realistischen Maßstäben misst, sondern anderen Maßstäben den Vorrang lässt. Dies tritt insbesondere im Zustand totaler Verliebtheit auf.
Man sagt, jemand sei "betört" worden (so verliebt gemacht worden, dass er wie ein Narr herumläuft) oder eine Dame habe "ihm den Kopf verdreht". Im Gleichen Zusammenhang wird auch "verzaubert", "bezaubert" und fasziniert verwendet.
Dabei handelt es sich um einen biologischen, hormonalen Trick: der Verstand (beim Menschen) oder das ökonomische Überlebenskonzept (beim Tier) soll vorübergehend ausgeschaltet werden, damit die Säugetiere und Menschen Geschlechtsverkehr haben. Schon kurz nach dem Geschlechtsakt kommt der Verstand dann wieder zurück und der normale Alltag geht weiter - das Tier könnte sich im "rauschigen" Zustand sonst in Gefahr begeben.
Beim Menschen ist es oft anders: Die Wirkung hält Stunden oder gar Tage, manchmal sogar Wochen an und vernebelt die Wirklichkeit, so dass auch nach Tagen noch Fehlentscheidungen getroffen werden können.
Ich lechze nach etwas anderem:
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