
Perversion ist eine veraltete Bezeichnung für sexuelle Abweichungen von der Norm. Heute sagt man statt "Perversion" meist "Sexuelle Abweichungen" oder "Paraphilie".
Die Gesellschaftsordnung schwankt darin, sogenannte Perversion als "verbrecherisch", "krankhaft" oder auch nur "verwunderlich" einzustufen. Die Psychologie war sich lange Zeit nicht einig, ob sie den Begriff verwenden soll oder nicht.
Generell galten und gelten teilweise heute noch Verhaltensweisen, die vom "gewöhnlichen Geschlechtsleben" mehr oder minder stark abweichen, als "Perversionen". Dabei werden in Übereinstimmung mit der christlichen Religion vor allem solche genannt, die "nicht zur Partnerschaft führen" oder "nicht den Geschlechtsverkehr zum Inhalt haben".
Psychologen hielten auch Homosexuelle und Ehebrecher für Pervers
Bis vor einige Jahren (Mitte des 20. Jahrhunderts) hatte die Psychoanalyse auch noch homoerotische Beziehungen als "pervers" eingestuft. Auch vor- und außereheliche Beziehungen kommen gelegentlich noch in den Verruf der "Perversionen". Das Lexikon der Psychologie (Hofstätter) von 1957 spricht in diesem Zusammenhang noch klar von "normwidrigen Verhaltensweisen" und verweist dabei auf "Perversionen").
Wegen all dieser Fehlurteile und Missgriffe wird die Psychologie heute als relativ unbedeutend und inkompetent für die Beurteilung der Varianten menschlicher Sexualität angesehen.
Ich lechze nach etwas anderem:
|
| ||
|
(Alle unsere Beiträge sind unter © 2008 by Gebhard Roese, Budapest) |