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Was ist eigentlich...:

"Minne"


Minne im Mittelalter

Die Minne bezeichnet eine besondere Form der Liebe, die in Stufen gewährt wird. Dem Liebhaber wird für seine Anstrengungen, die Dame für sich zu gewinnen, von Stufe zu Stufe eine höhere Gunst gewährt - in der letzten Stufe ist dies der Geschlechtsakt, er im Mittelalter mit "es tun" beschrieben wurde.

Das Symbol für die Bereitschaft war in mittelalterlichen Darstellungen stets der Vogel, den die Dame in einem Käfig heraushängte, wenn die "Luft rein" war. Daraus ist das Wort "vögelen" für den Vollzug der Liebe entstanden.

Es gibt keinen Beweis dafür, dass die mittelalterliche Minne rein platonischer Natur war. Der Unterschied zwischen "hoher Minne" (Verehrung) und "niederer Minne" (Geschlechtslust) wurde möglicherweise von Historikern konstruiert, um die Minne für die Jugend "reinzuwaschen".

Aus heutiger Sicht war die Minne eine Art ritualisierter Ehebruch, bei der die Dame wählen konnte, wann sie ihrem Liebhaber welche Gunst erweisen wollte.

Minne als Gegensatz zu Liebe

Im Sprachgebrauch des Mittelalters soll "Minne" die geschlechtliche Liebe bezeichnet haben, während das Wort "Liebe" der Ausdruck für angenehme, positive Gefühle war. Gegen 1500 soll das Wort einen "unanständigen" Beigeschmack bekommen haben und deshalb aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden sein.

Minne als "Höfische Liebe"

In der Literatur wird die höfische Liebe gelegentlich als "Minne" bezeichnet.

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Seite zuletzt geändert am 02.08.2008 um 01:12