
Lebedame ist ein veralteter bürgerlicher Ausdruck für eine Frau, die man bei Hofe eine Kurtisane genannt hätte – eine Frau, die wenige, aber umso zahlungskräftige Liebhaber hat. Der Ausdruck „Edelhure“, ebenfalls veraltet, trifft leidlich auf das zu, was sie tut: Sie schenkt Männer das Vergnügen ihrer Gesellschaft, falls sie dafür bezahlen. Natürlich sind erotische Dienste dabei inbegriffen, sie bilden aber nicht das Kerngeschäft. Aus heutiger Sicht käme sie einer Dame nahe, die für einen Begleitservice arbeitet oder sich am freien Markt zur Begleitung anbietet.
Begriffsverwendung:
Der Begriff wird heute nur noch verwendet, wenn Frauenfiguren der Vergangenheit beschrieben werden, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Gestalt der Violetta aus Verdis Oper „La Traviata“.
Fälschlich wird der Begriff auch für die ermordete Frankfurter Hure Rosemarie Nitribitt verwendet, die von der Presse damals häufig als "Lebedame" bezeichnet wurde, aber keine war – sondern nur eine sehr fleißige und außerordentlich begabte Hure mit einer neuen Geschäftsidee. Eher schon eine Lebedame war die 1962 wegen Doppelmordes verurteilte Vera Brühne, eine der spektakulärsten Frauengestalten der 1950er Jahre.
Ich lechze nach etwas anderem:
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