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Was ist eigentlich ein...:

"Keuschheitsgürtel"


Gerüchte um Kreuzritter und ihre Damen

In früheren Zeiten wurden Keuschheitsgürtel stets mit den Kreuzrittern in Verbindung gebracht, die nach der Legende für ihre Damen schmiedeeiserne Gürtel anfertigen ließen, die mindestens die Vagina, manchmal aber auch den Anus so weit verschlossen, dass es nicht mehr möglich war, die Damen zu penetrieren. Die vaginale Öffnung wurde dazu nicht nur besonders schmal gehalten, sondern auch noch mit Zacken ausgestattet, sodass dem Liebhaber die Lust an der Dame schnell vergehen sollte. Diese Meinung wird heute allgemein als überholt bezeichnet.

Was war der Keuschheitsgürtel wirklich?

Tatsächlich wurde der Keuschheitsgürtel (auch Florentiner Gürtel oder Venusgürtel) bereits um 1400 erwähnt, wenngleich man sich nicht sicher ist, ob es sich tatsächlich um wirkliche "Keuschheitsgürtel" gehandelt hat. Auch scheint nicht klar zu sein, ob er wirklich jemals ein Massenprodukt war. Es ist ziemlich sicher, dass der Gürtel nicht für den Dauergebrauch bestimmt war, denn er konnte unter den damaligen hygienischen Verhältnisse und unter Verwendung von Leder und Eisen nicht über lange Zeit getragen werden. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass er "angeschmiedet" wurde, denn viele dieser Gürtel hatten Schlösser, die im Grunde sehr einfach zu öffnen waren.

Schutz vor Vergewaltigungen?

In späteren Jahren, namentlich während der viktorianischen Zeit in England, wurden Keuschheitsgürtel vor allem als Schutz gegen Vergewaltigungen von Dienstmägden eingesetzt. Dies galten als besonders gefährdet.

Weitere Anwendungen von weiblichen wie männlichen Keuschheitsgürteln bestanden darin, sie als Schutz gegen die damals als äußerst gefährlich angesehene Selbstbefriedigung anzusehen. Eine weitere Blütezeit erlebten die Keuschheitsgürtel im Frankreich des 19. Jahrhunderts, wo sie für als Keuschheitsgaranten für Töchter und für die Treue der Ehefrauen offenbar recht gut vermarktet wurden.

Museumsstücke gelten als Nachbildungen

Die auch heute noch in zahlreichen Museen gezeigten weiblichen Keuschheitsgürtel, die angeblich aus „dem Mittelalter“ stammen, gelten inzwischen als Originale des 19. Jahrhunderts.

Moderner Einsatz: "Keuschhaltung"

Heute werden solche Gürtel in unterschiedlichen Varianten von Paaren eingesetzt, um sogenannte "Keuschhaltungen" durchzuführen. Dabei wird der Partnerin (und manchmal dem Partner) tagelang jede sexuelle Betätigung verweigert, um sie dann an einem einzigen Tag verstärkt zu genießen. Die BDSM-Anhänger mögen dabei auch durchaus Freude an der Erniedrigung haben, und manche Frauen berichten voller Stolz, wie lange sie einen Keuschheitsgürtel tragen konnten.

Die heutigen Gürtel sind entweder den historischen nachempfunden oder sie haben raffinierte Verschlusssysteme, die es der Trägerin tatsächlich unmöglich machen, sich selbst zu befriedigen oder den Geschlechtsverkehr auszuüben. Teilweise enthalten sie Elemente zur erotischen Stimulation, entweder durch innenliegende Dildos (auch Analdildos) oder Elektroerotikgeräte - dadurch ist es möglich, sie auch zur erotischen Folter zu nutzen.

Man sagt auch: Keuschheitsgeschirr, da es sich nicht eigentlich um Gürtel handelt.D ies gilt besonders für die letzter Zeit massenhaft produzierten "Keuschheitsgürtel für Männer".

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Seite zuletzt geändert am 17.03.2010 um 17:58