
Das Fräulein war ursprünglich der Titel der unverheirateten „Tochter des Hauses“, allerdings nur dann, wenn ihre Mutter eine Herrin war und Anspruch auf den Titel „Frau“ hatte. Dieser Brauch hat sich vom Adel auf das Bürgertum übertragen, so dass auch das Dienstpersonal der Bürger von „dem Fräulein“ sprach.
Fräulein war demnach keine Geschlechts- sondern eine Ehrenbezeichnung. Im Bürgertum hielten sich aber die drei Ehrenanreden „Frau“, „Fräulein“ und „Herr“ bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Erst gegen 1980 verschwand das Wort „Fräulein“ aus dem Sprachgebrauch – überwiegend auf Betreiben der Feministinnen, die argumentierten, man sage ja auch nicht „Herrlein“. Dabei wurde auch aufgegeben, junge Frauen mit „Fräulein“ und Nachnamen anzureden.
Das Wort wurde ohnehin im 19. und 20. Jahrhundert oft in abweichenden Wortbedeutungen gebraucht. So war ein weiblicher Grundschullehrer immer ein „Fräulein“, und auch die Serviererin wurde „Fräulein“ genannt und auch so gerufen. Das „kleine Fräulein“ war ein junges Mädchen vor der Pubertät.
Ich lechze nach etwas anderem:
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