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Was waren eigentlich...:

"Foltergrade"


Bereits die Menschen des Mittelalters waren den erotischen Komponenten der Folter interessiert - und bei aller Grausamkeit hat sie es stets auch geschafft, die erotischen Fantasien der Menschen zu beflügeln - von normalen Kinobesuchern bis hin zu besonderen Schmerzliebhabern. Das ist bis heute so geblieben.

Grade der Folter

Die Folter wurde im Mittelalter in "Graden" (Abstufungen) vollzogen. Reichte der jeweils vorausgegangene Grad nicht aus, um das Geständnis zu erpressen, wurde die nächste Qual angewandt. Diese Abstufungen waren nötig, weil der Folterer ja nach Anweisungen handelte.

Das Repertoire an Foltermethoden war relativ einfach: Die gebräuchlichsten Methoden waren die Daumenschrauben, die als relativ milde Folter galten, der „Aufzug“, also das also das freie Hängen im Raum mit nach Rückwärts gedrehten Armen, die „Leiter“, besser als Streckbank? bekannt und das Verbrennen von Haut und Haaren.

Erotische Komoponenten von Anfang an

Welche Grade wann angewendet wurden, war regional verschieden. Normalerweise begann die Folter ja mit dem Zeigen und Erklären der Instrumente (Verbalterrition) oder mit dem Entkleiden und Fesseln (Realterrition). Bereits dieser teil hatte starke erotische Komponenten, wenn es sich beim Opfer um eine junge und schöne Frau handelte.

Grausamkeiten und sexuelle Komoponenten

Die eigentliche Folter wurde in Stufen, nach unterschiedlichen Quellen mal in drei, mal in fünf Stufen vollzogen. Besonders „beliebt“ bei den Folterern waren die „Beinschrauben“, auch „spanische Stiefel“ genannt, weil sich mit ihnen wahre Höllenqualen ohne Ende erzeugen ließen – sie kamen praktisch in allen Stufen vor.

Bein- und Daumenschrauben wurden nach vielen Berichten bereits im ersten Grad der Folter vollzogen, während der Aufzug, die Leiter oder die Streckbank zur zweiten Stufe gehörten – oft in Kombination mit den „spanischen Stiefeln“. Die Streckbank gehört dabei zu den Instrumenten, von der die größte erotische Attraktion für den Folterer ausging. Es ist weiterhin möglich, aber nicht ausreichend dokumentiert, dass bei der Folter auch schon im Mittelalter Vergwaltigungen zum Einsatz kamen.

In der dritten Stufe kommt das Feuer zum Einsatz – es wird verwendet, um Haut und Haare zu versengen.

Erotische Stimulation durch die Folter

Die erotische Stimulation, die von nackten Frauenkörper bei der Folter auf den Scharfrichter übersprang, wird heute vorzugsweise in BDSM-Kreisen wiederbelebt. Ansonsten wird im BDSM-Bereich hauptsächlich an Genitalien und Füßen gefoltert.

Weitere, seltener verwendete Folterinstrumente aus der Zeit der Inquisition, wie der „spanische Esel“ hatten ebenfalls starke erotische Komponenten – auch sie werden heute in der BDSM-Szene und in der Pornografie wieder benutzt.

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Seite zuletzt geändert am 02.10.2008 um 08:43