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Was war eigentlich...:

"Die Folter im Mittelalter"


Die Folter im Mittelalter ist deswegen so bekannt, weil sie relativ gut dokumentiert ist. Etwa seit dem 13. Jahrhundert gab es den Berufshenker (Scharfrichter), auch Freimann, Züchtiger oder Schinder genannt, so dass man Zeugnisse der Folter bekommen konnte.

Gefoltert wurde, um aus dem Beschuldigten ein Geständnis herauszupressen – im Fall der sogenannten Hexen ein Schuldeingeständnis für Taten, die sie gar nicht begangen hatten, weil es sie nicht gab. Das Opfer wurde zur Folter nackt ausgezogen und dann in heute unvorstellbarer Weise in Stufen malträtiert - alles gestützt und gebilligt von Klerus und Oberigkeit.

Die erotischen Komponenten der Hexenprozesse

Der Weg von der Grausamkeit zur Erotik erklärt sich so, dass die Folterer und Ankläger Männer waren, die Beschuldigten aber zumeist Frauen – und die wenigsten waren alt und hässlich. Die schöne junge Hexe, die sich nackt vor dem Folterer ausziehen und schinden lassen musste, belebte schon bald die erotische Fantasie – und nicht nur die Fantasie. Denn wenn die Frauen in ihren Gefängnissen schmachteten, um den neuen Tag in Schmerz und Schande zu erwarten, schlich sich mancher Peiniger in ihr Verlies, um sich sexuell mit ihr zu vergnügen. Denn was immer die Angeklagte später darüber sagen würde – es würde ihr doch nur als Böswillig ausgelegt – und den Tod fanden sie ja fast alle am Ende doch.

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Seite zuletzt geändert am 27.04.2008 um 11:35