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Was ist eigentlich...:

"Entjungferung im Bordell"


Im England des 19. Jahrhunderts war es üblich, Jungfrauen in Bordellen anzubieten. Gesetzlich sprach nichts dagegen, weil die Prostitution bereits Mädchen ab 12 Jahren erlaubt war. Die Bordellbesitzerinnen beschafften Nachschub aus ganz England – und die Ärzte hatten keinerlei Skrupel, die Jungfräulichkeit zu beglaubigen.

Die Mädchen mussten in eine „Verführung einwilligen“, wussten aber im Prinzip nicht, was genau mit ihnen geschehen würde. Nach den Zeugnissen diverser Kupplerinnen der damaligen Zeit muss es dabei zu schlimmen Szenen gekommen sein, weil die Mädchen von den Männern tatsächlich vergewaltigt wurden.

Der Spuk endete, so schnell er gekommen war, einmal, weil die Kupplerinnen die Jungfernschaft mehrfach verkauften, zum anderen, weil es mittlerweile medizinische Möglichkeiten zur „Wiederbejungferung“ gab. Dadurch verfielen die Preise so, dass sich das Geschäft für die Kupplerinnen nicht mehr lohnte.

Eine Entjungferung in einem Bordell wird in dem US-amerikanischen Film "Pretty Baby" gezeigt.

Entjungferung von jungen Männern im Bordell

Das Entjungfern junger Männer in Bordellen ist ein Teil der bürgerlichen Traditionen, auch wenn es das Bürgertum nachträglich nicht mehr gerne hört. Es wurde aber erwartet, dass der junge Mann erfahren in die Ehe ging, also wusste, wie er die Braut zu entjungfern hatte – die Lehrmeisterinnen waren dabei Huren oder entfernte weibliche Verwandte des Knaben.

Heute gibt es unter den Männer "späte Jungfrauen", die sich praktisch nur noch im Bordell "entjungfern" lassen können, weil sie sich schämen würden, einer neuen Partnerin ihre Jungfräulichkeit einzugestehen.

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Seite zuletzt geändert am 22.04.2008 um 06:42