

Balthazar Klosswoski de Rola, geboren 1908 in Paris und besser bekannt als Balthus, war einer jener Künstler, der von der Schönheit heranwachsender junger Frauen fasziniert waren.
Er malte sie in Erwartung der Lust: Mal ist es ein Rabe, der lauernd auf der Garderobe sitzt, von wo aus er lüstern die Nacktheit einer jungen Frau bewundert, mal ein Kater, der gierig auf den schönen, unverbrauchten Frauenkörper starrt, und mal ist es allein die Haltung des Modells, mit der sich der Maler an den lüsternen Betrachter wendet.
Es gibt andere Bilder von Balthus: Landschaften, Bilder von Freunden, Stillleben und Straßenszenen, die alle auf ihre Art faszinieren. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie drängen sich nicht auf. Die Bilder sind ruhig, so ruhig, dass man sich fragt, was denn so anziehend an ihnen ist, und erst beim zweiten Hinsehen erkennt man, dass man irgendwie teilnimmt: Schon mal gesehen, Szene schon mal erhascht, schon mal im Traum begegnet.
Warum sein erotisches Werk, die Gitarrenstunde, nicht mehr gezeigt wird? Angeblich war es sein Wille. Würde ein heutiger Maler oder Fotograf nachvollziehen, was Balthus mit diesem Werk ausdrückte, wäre ihm Probleme mit der Zensur sicher. Es handelte sich um eine eindeutig-erotische Situation zwischen einer reifen Gitarrenlehrerin und einem sehr jungen Mädchen.
Ich lechze nach etwas anderem:
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