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Was ist eigentlich...:

"BDSM"

Das Wort BDSM bezeichnet erotische Spielarten, die in drei Bereiche fallen: Bondage und Disziplin (Zucht) (BD), Domination und Submission ( DS ) und Sadismus und Masochismus (SM). In der Praxis gibt es Überschneidungen, und da sich die drei Gruppen in ihren Aktivitäten ohnehin einig sind, nennen sie ihre Vorliebe BDSM und verwenden dafür sogar eine Art "Markenzeichen".

Die Buchstaben und ihre Bedeutungen

"B" - für Bondage (Fesselungen) "D" - für "Discipline", im Deutschen meist mit Disziplin übersetzt. "D" - in Doppelbedeutung für "Domination", im Deutschen gleich Dominanz "S" - für "Submission", im Deutschen gleich Unterwerfung "S" - in Doppelbedeutung für Sadismus "M" - für Masochismus

Hinzu kommt eine hohe Anzahl von wirklichen oder vermeintlichen Fetischen, sexuellen Spielen sowie psychischen und physischen Machtspielen. Diese Vielfalt erlaubt inzwischen keine eigentliche Definition von BDSM mehr.

Historisch gibt es weder Sadomasochismus noch "BDSM". Man nannte die aktiven und passiven Schmerzliebhaber Flagellanten, die Übrigen wurden als Fetischisten zusammengefasst.

Als Mutterland der BDSM-Bewegung gilt England. Hier erlebte die Szenerie bereits einen Höhepunkt im 19. Jahrhundert, als viele Londonerinnen mit „Flagellationsbordellen“ reich und berühmt wurden. Hier können Sie mehr über die historische Bedeutung des BDSM lesen.

Abgrenzungen im Lexikon

Der Begriff BDSM ist im Laufe der Jahre, wie eigentlich aufgrund der Fülle von Praktiken zu erwarten war, recht unscharf geworden. Ganz generell entstammen die ursprünglichen Definitionen einem relativ kleinen Kreis von sehr verantwortungsbewussten Menschen mit langjährigen Erfahrungen, die ihre Vorlieben, Stärken und Schwächen genau kannten.

Heute ist dies nicht mehr der Fall: BDSM ist ein Modewort, das für schicke Leder-, Lack- und Latexklamotten ebenso benutzt wird wie für „erotische Spiele“, die hart an die Grenzen von Straftaten gehen.

Wir besprechen deshalb hier nur solche BDSM-Praktiken „neutral“, die nach den in den 1990er Jahren bekannt gewordenen Grundprinzipien ablaufen und unter dem Stichwort SSC zusammengefasst wurden:

safe, sane and consensual

Die Praktiken müssen also sicher sein, bei vollem Verstand durchgeführt und werden und in jeder Hinsicht einvernehmlich sein, soweit dies bei menschlichen Liebespielen möglich ist.

Alle BDSM-Praktiken hingegen, die von vornherein ein erhebliches Gefahrenpotenzial beinhalten oder auf eine Weise erreicht werden, bei der von „Freiwilligkeit“ nicht mehr die Rede sein kann, werden hier mit eindeutigen Warnhinweisen bezeichnet. Ferner finden sie bei sogenannten „außererotischen“ BDSM einen Hinweis auf die Menschenrechte.

BDSM bei ganz gewöhnlichen Paaren

Der häufigste Ort, an dem heute „leichtes“ BDSM bis hin zu längeren, „harten“ Sitzungen praktiziert wird, ist zweifellos das Schlafzimmer oder gart der der Gewölbekeller ganz gewöhnlicher Paare, die zu ihrem persönlichen Vergnügen BDSM praktizieren. Dabei mag es zu Triolen oder Partnertauschaktionen kommen - doch im Grunde bleibt alles im Rahmen gelebter Sexualität.

BDSM aus Neigung in kurzen Beziehungen

Mehr uns mehr wird üblich, auch in Kurzzeitbeziehungen oder Affären BDSM als Alternative zu praktizieren. Meist sind es verheiratete Männer und Frauen, die keinesfalls ihre gewöhnliche Beziehung aufgeben wollen, und deshalb die Attraktion der BDSM-Beziehung anderwärts suchen.

BDSM von Huren, Dominas und Servas

Bei Huren und Dominas und Servas wird etwas deutlicher als sonst, welche Teile des BDSM stark nachgefragt werden und welche nicht, denn niemand passt seine Dienstleistungen besser an die Bedürfnisse der Kundschaft an wie die Sexarbeiterinnen.

Meist wird der gesamte Bereich des Fetischismus und des Rollenspiels mit wenigen Ausnahmen abgedeckt. Der große Bedarf an Dominas ist ein deutliches Indiz dafür, dass die meisten Menschen ihre derartigen Bedürfnisse nicht in BDSM-Klubs ausleben, in denen nie genügend „aktive“ Rollenspieler zur Verfügung stehen. Hier finden Sie mehr Infos über das gewerbliche BDSM.

BDSM in Gruppen

Die BDSM-Szenerie hat einen halb öffentlichen Teil (Szenenklubs) und einen eher verborgenen (Vereinigungen, geheime Treffen). Die meisten dieser Gruppen sind harmlose Sektierer, die sich als etwas Besonderes fühlen, weil sie BDSM praktizieren.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass es inzwischen auch Gruppen gibt, die „zurück in den Untergrund“ gegangen sind, weil ihre Aktivitäten nicht ruchbar werden sollen. Dazu gehören vor allem Gruppen, die mit Praktiken arbeiten, bei der beide Partner nicht völlig darin übereinstimmen, was während der Sitzungen geschehen darf und was nicht.

BDSM-Begriff

So gute wie alle Begriffe aus der BDSM-Szenerie wurden von ihr selbst geprägt und verbreitet. Es ist inzwischen sehr wahrscheinlich, dass es sich bei einem großen Teil dieser Begriffe um Hohlbegriffe oder um Wunschdenken handelt. Da dieses Lexikon eine sehr lange Geschichte hat, kann es sein, dass dieses Wunschdenken auch in einige der Beiträge eingegangen ist. Wo immer dies der Fall ist, bemühen wir uns um Korrekturen.

Mehr Infos über BDSM:

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Seite zuletzt geändert am 06.06.2009 um 15:21