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Pornografie und das Objekt der Begierde

Ein Artikel von Sehpferd - © 2008 by sehpferd

ie Themen, die im Bereich der Sexualität nur mit großen Vorbehalten diskutiert werden, sind Prostitution, Fetischismus, Sadomasochismus (BDSM) und Homosexualität. Bei der Pornografie kommen sie alle zusammen: gewöhnlicher Sex, der in der Art ausgeführt wird, die man von Huren erwartet, Fetischismus, Sadomasochismus und verschiedene Art von Homosexualität. Grund genug, uns hier damit ausführlich zu beschäftigen.

Was ist Pornografie?

Per Definition ist Pornografie die deutliche und unmissverständliche Darstellung des Geschlechtsaktes in Wort, Schrift, Bild und Ton. Dabei regeln Gesetze und die Praxis der Rechtsprechung, was im Rahmen von Gesetzen als Pornografie zu bezeichnen ist und was nicht. Die Schwierigkeiten in der Auslegung führen immer wieder zu Prozessen. Inzwischen ist jedoch klar, dass der Sexualtrieb des Menschen aufgestachelt werden muss, und dass der Mensch in der Pornografie zu einem „auswechselbaren Objekt der Begierde werden muss, damit der Pornografievorwurf greift.

Bestimmte Arten von Pornografie sind jedoch in vielen Ländern generell verboten, beispielsweise pornografische Darstellungen von und mit Minderjährigen oder Tieren sowie die Gewaltpornografie.

Pornografie kontra Erotik

Erotische Darstellungen stellen nicht den Geschlechtsakt selber in den Mittelpunkt, sondern dessen Umfeld. In der Literatur entsteht zum Beispiel aus einer Begegnung eine erotische Spannung, die durchaus auch detailliert sexuell beschrieben werden kann. In der erotischen Fotografie wird versucht, die Gedanken des Betrachters zu reizen, ohne dass die eigentliche geschlechtliche Tätigkeit auf dem Bild zu sehen ist – man sich aber vorstellen kann, dass sie bald beginnt, gerade begonnen wurde oder soeben endete. Auch die Assoziation zum sexuellen Objekt (ein roter Sessel, der deutlich feminine Formen hat) kann als erotisch gelten. In der Filmkunst spielt das Hineinführen in erotische Situationen eine große Rolle (das „knistern“), während beim Geschlechtsakt abgeblendet wird oder nur die Lust an sich gezeigt wird, nicht aber die Geschlechtsteile.

Die Lust an der Pornografie

Pornografie und Erotik können gleichermaßen Lust erzeugen. Zumeist wird diese aber mit pornografischen Darstellungen schneller angeheizt als mit der Erotik. Der Mensch, der sie ansieht, verspürt die Lust, an der Aktion teilzuhaben und stellt sich vor, er wäre an der Stelle einer der Akteure. Dabei reagieren Menschen allerdings unterschiedlich: Während manche bildliche Darstellungen benötigen, werden andere von Schrifttum stärker erregt, weil es die Vorstellungskraft zusätzlich beflügelt. Generell sind dabei auch Situationen erregend, in die man sich nicht hineintraut, die aber sehr ersehnt werden: Typisch sind dafür BDSM-, Fetisch- und Bisexaktivitäten.

Pornografie und Frauen

Obwohl Frauen an der Produktion erotischer Literatur inzwischen stark beteiligt sind und mehr und mehr auch ins Foto- und Videogeschäft Einseitigen, ist die Rolle der Frau immer noch ambivalent. Dies wird besonders in Amateurpornos deutlich, in denen die Frau immer noch als „Sau“ diffamiert wird. Die Erniedrigung von Frauen gehört auch deutlich zu den Grundlagen der Besudelungs- und BDSM-basierten Pornografie. Dies ist jedoch nicht immer und überall der Fall: Abwertung als Bestandteil der BDSM-Philosophie kommt nun auch in zahllosen Filmen vor, in denen Männer diszipliniert werden. Ganz generell kann man sagen, dass Frauen durchaus genau so heftige Pornografie sehen wollen, aber nicht solche, in denen sie stets das Sexualobjekt sind – sie wollen deutlicher als handelnder, dominierender und menschlich bewegter Part gesehen werden, nichts als „Pornomiezen“.

Neue Diskussionen um Pornografie

Neuerdings wird darüber nachgedacht, inwieweit Jugendliche in ihren sexuellen Vorstellungen von Pornografie beeinflusst werden. Den möglichen negativen Auswirkungen kann nach Meinung von Pädagogen dadurch begegnet werden, dass die Schulen eine verlässliche Sexualaufklärung anbieten.


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Seite zuletzt geändert am 10.07.2008 um 18:26