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Die Mitgift - wie der Bürger seine Töchter anbot

200 Mille gewünscht - das Geschachere um die Töchter im Bürgertum

Ein Artikel von Sehpferd - © 2008 by sehpferd

ie Mitgift, die ein Brautvater im 19. Jahrhundert seiner Tochter mitgeben musste, um sie standesgemäß zu verheiraten, betrug zwischen 50.000 und 200.000 Mark für eine bürgerliche Ehe. Nach unserem heutigen Geldverständnis sind dies Millionenbeträge, die wir gut und gerne mit dem Faktor 50 bis 100 multiplizieren können, um auf den heutigen Eurowert zu kommen.

Bereits in den Heiratsanzeigen wurde klar gemacht, was man vom Brautvater erwartete: „Sofortiges, disponibles Vermögen von ca. 150 – 200 Mille erwünscht“. Dass dergleichen auch geboten wurde, beweist diese Anzeige: „Suche für meine Tochter, evangelisch, 25 Jahre … (folgt die Beschreibung) bei angenehmer Aussteuer von 5000 Mark als Zinsen aus einem sichergestellten Kapital von 100.000 Mark“. Diese Zinsen entsprachen etwa dem Jahreseinkommen eines Professors.

Wer einen wirklichen Adelstitel für seine Tochter wollte, musste noch tiefer in die Tasche greifen: Für vier Millionen Mark Mitgift wollte ein österreichischer Adliger die Ehe eingehen – die Hälfte davon sollte mindestens am Hochzeitstag ausgezahlt werden.

Wurde bewusst eine Konvenienzehe gesucht oder geboten, fielen die Geldbeträge in der Regel höher aus als bei einer Neigungsehe, bei der die Tochter aus den angebotenen Männer wählen konnte.

Auffällig ist, dass seitens der Väter darauf geachtet wird, dass der Herr „nachweisbar ein hohes Einkommen“ besitzt, während die Suchenden möglichst zu verschleiern suchen, welche Vermögenswerte sie besitzen – bestenfalls wird mal geschrieben: „Schulden sind keine vorhanden“.

Zitiert nach: Fuchs, Eduar, "Illustrierte Sittengeschichte"

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Seite zuletzt geändert am 10.08.2008 um 20:22