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Was ist denn nun ein Fetisch?

Ein Artikel von Sehpferd - © 2008 by sehpferd

rüher war die Sache noch einfach: Der Fetischist war abnormal, weil er nicht die Person, sondern lediglich den Teil von ihr liebte, auf den sich seine Perversion konzentrierte: Das hieß dann Teilfetischismus oder Partialismus.

Zwar heißt es heute auch noch so, aber der Begriff hat inzwischen eine Verschönerung erfahren: Wer sich auf einen Körperteil konzentriert, ist deswegen noch kein Fetischist – sonst wären mindestens die Männer zu einem Löwenanteil Brustfetischisten. Es muss schon dazukommen, dass man mit seinem Fetisch extrem auffällig wird, damit der Herr Psychiater zu seinem Lohn kommt.

Neben diesem Teilfetischismus gibt es noch den Kleiderfetischismus: Hier liebt man den Stoff statt der Person: Also das Höschen oder die Socken, die Unterwäsche oder die Schürze – von den Schuhen ganz zu schweigen. Dabei tritt in klassischer Sichtweise das Kleidungsstück an die Stelle der Person. „Richtige“ Fetischisten wollen selbstverständlich, dass es um von der geliebten Person getragene Kleidungsstücke handelt – und sie winseln darum, diese Kleidungsstücke zu bekommen – oder bezahlen gleich dafür – in Japan kaufen begehrliche Herren die Höschen beispielsweise körperwarm ab Person, wenn es möglich ist.

Schließlich gibt es auch noch die guten alten Materialfetischisten: Sie lieben – ebenfalls klassisch gesehen – den Duft, das Aussehen und das Tastgefühl von Leder, Gummi, Pelzen, Lackstoffen, Nylon, Seide, Samt oder auch Jute.

Die alten Definition sind im Eimer

Nun ist die klassische Sichtweise seit Jahren nicht mehr viel wert: Wie bereits erwähnt, sind die meisten Brustfetischisten eben nicht nur Brustfetischisten, sondern leiben auch den Rest des weiblichen Körpers, und die Fußfetischisten liegen ihren Geliebten nicht ganztägig zu Füßen.

Längst sind auch die Schuhfetischisten nicht mehr damit zufrieden, den Damenschuh als Trophäe mit in ihre Junggesellenwohnung zu nehmen – sie wollen diese Schuhe vielmehr an der Frau erleben und verehren.

Der größte Wandel hat sich aber bei den vorgeblichen Materialfetischisten ergeben – sie bestehen nämlich darauf, dass entweder sie selbst oder der geliebte Mensch das Material auf der Haut trägt – und da kann man bei Seide eigentlich nur einer Meinung sein: Ach, wie wunderbar. Die „Abweichler“ treffen sich durchaus gemischt bei Partys, auf denen dann der letzte Schrei der Latex- und Ledermode präsentiert wird.

Man kann es so sagen: Fetische sind schwer in Mode – und die „guten alten“ Fetischisten sind eher zu einer Randgruppe geworden, um die sich nach wie vor der Herr Doktor bemüht. Der Rest aber feiert – sei es in großer Gesellschaft den „Rubberball“ oder kleine intime Feste zu zweit. So ändern sich die Zeiten.


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Seite zuletzt geändert am 10.07.2008 um 18:22